Wie kann man den Erfolg von Employee Experience-Maßnahmen messen?

Immer mehr HR-Abteilungen und Führungskräfte investieren Zeit, Geld und Ressourcen in die Gestaltung von positiven Arbeitserfahrungen für die Mitarbeiter mit dem Ziel, diese zu begeistern und die Unternehmensperformance zu verbessern. Diverse wissenschaftliche Studien zeigen, dass Mitarbeiterengagement und Geschäftsentwicklung in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Doch wie messen wir den Return on Investment (ROI) und wie können wir den Erfolg von Maßnahmen für eine positive Employee Experience in Kennzahlen veranschaulichen?

 

Um den Status Quo und auch um Fortschritte zu messen, stehen uns eine Vielzahl an Kennzahlen zur Verfügung: Umsatz, Fluktuationsrate, Krankenstandstage pro Mitarbeiter, durchschnittliche Recruiting-Kosten, interne Beförderungen versus externe Besetzungen oder auch die Dauer von Stellenbesetzungen.

 

Drei weitere wollen wir Ihnen im Detail vorstellen:

 

Weiterempfehlungen


Engagierte und vom Unternehmen sowie dessen Produkten oder Dienstleistungen überzeugte Mitarbeiter empfehlen Ihren Arbeitgeber gerne weiter. Messbar ist, wie viele Stellen pro Jahr über Weiterempfehlungen von Mitarbeitern besetzt werden können. Besonders positiv sind Besetzungen durch Weiterempfehlungen dann zu bewerten, wenn Mitarbeiter dafür keinen Bonus erhalten. Die Vorteile von vielen Weiterempfehlungen liegen auf der Hand: niedrige Recruiting-Kosten und ein positives Arbeitgeberimage nach außen.

 

Employee Net Promoter Score (ENPS)


Als Indikator für Engagement, Begeisterung und Loyalität kann der Employee Net Promoter Score (ENPS) herangezogen werden, der auf dem im Marketing schon lange bekannten Net Promoter Score (NPS) basiert. Er baut auf folgender Frage auf: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Ihren Arbeitgeber einem Freund oder Bekannten weiterempfehlen?“ Die Antwortmöglichkeiten liegen dabei auf einer Skala zwischen 0 und 10. In einem ersten Schritt werden die Befragten zunächst einer von drei Gruppen zugeordnet:

 

0-6 = ”Kritiker” oder “Detraktoren”
7-8 = ”Passive”
9-10 = ”Fürsprecher” oder “Promotoren”

 

Der ENPS ergibt sich nun aus der Differenz der prozentualen Anteile von Promotoren und Detraktoren, sodass er zwischen -100 und +100 liegen kann. Bei zweimaliger Abfrage können Veränderungen im Zeitverlauf mittel ENPS sehr gut gemessen werden.

Teilnahmequote an Mitarbeiterumfragen


Sie führen jährliche Mitarbeiterumfragen, quartalsweise Befragungen oder regelmäßige Kurzchecks in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Abteilung durch? Neben dem Feedback kann Ihnen auch die Teilnahmequote bei diesen Befragungen Rückschlüsse auf das Engagement der Mitarbeiter geben.


Festzuhalten bleibt: die Employee Experience hat viele Facetten und es benötigt neben messbaren Kennzahlen vor allem eine Vielzahl an unterschiedlichen Perspektiven. Um es mit Albert Einstein zu sagen: "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!"